Smarte Rollentrainer – Upgrade vom analogen Rollentrainer

Hier wird beschrieben, wie ein analoger Rollentrainer aufgerüstet werden kann, um Virtual Reality Apps nutzen zu können. Dazu werden ein paar Beispielhafte Sensoren vorgestellt, so dass der smarte Rollentrainer einfach aufgebaut werden kann.

Upgrade eines analogen Rollentrainers?

Virtual Reality Apps wie Zwift als bekanntes Beispiel geben dem Training mit dem Rollentrainer ungeahnte Möglichkeiten. Wie im Vergleich der Rollentrainerarten beschrieben, kann man der smarte Rollentrainer an Online-Rennen teilnehmen und Strecken auf der anderen Seite der Erde fahren. Das alles, ohne dass der Nutzer sein Wohnzimmer mit Trainingsrolle verlassen muss. Ein generelles Problem ist, dass alte Modelle sowie analoge Modelle eine Nutzung dieser modernen Apps nicht in der Basisaustattung unterstützen. Durch den Zukauf von externen Sensoren ist man dennoch in der Lage Virtual Reality Apps zu nutzen und der smarte Rollentrainer steht zur Verfügung.

Sensoren verschiedener Hersteller

Je nach Sensor können verschiedene Daten aufgenommen werden. Die Übertragung der Trittfrequenz wird von den Trittfrequenzsensoren unterstützt. Dazu muss der Sensor an die Pedale angebracht werden und das Gegenstück an den Rahmen vom Fahrrad.

Auch kann die Geschwindigkeit oft mit aufgenommen werden, wie auch vom normalen Fahrradcomputer bekannt. Dazu erfolgt dann eine Umrechnung der Drehfrequenz in Verbindung mit dem Durchmesser vom Laufrad. Ein eigener Sensor muss dazu angebracht werden.

Wer eine exakte Darstellung seiner Kraftwerte bei der Fahrt auf einem analogen Rollentrainer haben möchte, greift zum Powermeter. Ein Powermeter ersetzt die vorhandene Kurbel am Rad und kann sehr genau die Kraftwerte aufnehmen. Allerdings greift man beim Powermeter schon tief in die Tasche, so dass ein smarter oder interaktiver Rollentrainer im gleichen Preisbereich liegen kann. Von Vorteil ist jedoch, dass man das Powermeter auch bei der Fahrt im freien nutzen kann.

Erweiterung über Sensoren direkt vom Hersteller

Eine der einfachsten Möglichkeiten ist die Erweiterung eines gekauften Rollentrainers, um den passenden Sensor vom Hersteller. Die größeren Firmen wie Tacx, Elite oder Wahoo haben einen oder mehrere Sensoren im Programm*. Zu jedem Rollentrainer gibt es dazu die Information, ob eine Erweiterung möglich ist. Wenn man einen Rollentrainer einer bestimmten Firma hat, macht es Sinn, den passenden Sensor zu kaufen. Denn manchmal haben die Hersteller schon entsprechende Vorrichtungen am Rollentrainer eingebaut, so dass eine Installation deutlich einfacher ist.
Eine direkte Übertragung der Kraftwerte ist meist nicht dabei, sondern wird per Umrechnung über verschiedene Faktoren als virtuelle Wattzahl errechnet. Daher sind die erhaltenen Werte meist recht ungenau. Allerdings hat jeder Rollentrainer spezifische Eigenschaften, die bei der Berechnung von Wattzahl und Geschwindigkeit zu berücksichtigen sind. Hier ist die Berechnung über den Hersteller noch am genauesten, dass der smarte Rollentrainer so den besten Mehrwert bietet.

Datenübertragung

Bei der Datenübertragung werden oft die Protokolle ANT+ oder Bluetooth Smart genutzt. Hier sollte man prüfen, ob die Empfangsgeräte diese Protokolle unterstützen. Alternativ kann es notwendig sein sich einen zusätzlichen Empfänger für die Übertragung kaufen zu müssen. Preislich liegen die Empfänger allerdings im Rahmen, so dass dies kein großes Problem darstellen sollte.

Smarte Rollentrainer – Das Upgrade von Analog – Fazit

Ein Upgrade eines Rollentrainers ist also nicht kompliziert und in den meisten Fällen auch nicht teuer. Damit kann man leicht seinen alten Trainer oder seinen Basic Trainer upgraden und Virtual Reality Training nutzen. Wer viel Wert auf genaue Kraftwerte/Wattzahl setzt, sollte aber zum Powermeter Pedal greifen. Ansonsten bietet es sich an, auf die Sensor-Lösungen der Hersteller vom eigenen Rollentrainer-Modell zu setzen, da diese meist am besten Kompatibel sind.