Worauf man beim Rollentrainer Test achten sollte

Bei der Auswahl eines Rollentrainers gibt es bestimmte Kategorien, die man berücksichtigen sollte. Diese stellen auch die Grundlage für einen jeden Rollentrainer Test auf dieser Website dar. Aber zunächst sollte man sich diese Fragen beantworten:

Grund und Anforderungen vom Nutzer

Warum kauft man einen Rollentrainer? Hier sind ein paar Beweggründe aufgelistet.

Welche Art des Trainers benötige man? Klar gilt es erstmal, sich für die generelle Art des Rollentrainers zu entscheiden. Der klassische Rollentrainer und die Freie Rolle lassen sich eher mit einem vorhandenen Rennrad nutzen. Ein Trainer mit Direktantrieb kann auch mit einem MTB oder einem Fahrrad mit Profil gefahren werden.

Als nächstes stellt sich die Frage, was sind eigentlich die Anforderungen vom Radfahrer? Ist man ambitionierter Sportler und setzt auf Leistung oder ein Einsteiger, der einfach fit werden und bleiben möchte.

Kategorien für den Rollentrainer Test

Hier die konkrete Beschreibung der einzelnen Kategorien, wie sie für den Rollentrainer Test auf dieser Website genutzt werden.

Komfort eines Rollentrainers

Der Komfort bei der Nutzung eines Indoor-Trainingsgerätes spielt eine sehr große Rolle. Gerade für Einsteiger ist es wichtig, eine geringe Hürde zur Nutzung des Trainers zu haben. Sonst sind oft andere Dinge wichtiger, als ein Training auf dem Rollentrainer aufwändig vorzubereiten und durchzuführen. Daher ist es gut, dass selbst bei den günstigen Modellen der Einbau des Fahrrades in Sekunden erfolgen kann. Nur beim Direktantrieb Trainer muss das Hinterrad ausgebaut werden, was etwas mehr Zeit kosten kann.

Wichtig für den Komfort ist zudem noch der erzeugte Geräuschpegel. Gerade bei schnellen Fahrten oder Sprints kann die Lautstärke hoch sein. Manche Trainer haben spezielles Schwingungssysteme zur Dämpfung oder eine gekapselte Widerstandseinheit eingebaut, was die Lautstärke verringern kann. Diese wird auch durch die erzeugten Vibrationen beim Fahren verstärkt, so dass es schon hier Sinn macht, einen qualitativ hochwertigen Trainer zu kaufen. Bei hoher Qualität wird zudem die Lebensdauer erhöht.
Wer mit dem Rollentrainer ungestört trainieren möchte, sollte darauf achten, dass der Widerstand direkt am Lenkrad des Fahrrades eingestellt werden kann. Bei smarten Trainern kann der Widerstand auch per App gesteuert werden. Bei sehr günstigen Modellen ist eine Steuerung nur am Trainer selbst möglich, was dann eine Unterbrechung des Trainings bedeuten wird.

Widerstand

Der Widerstand eines Rollentrainers wird mit hohem Trainingsniveau deutlich wichtiger. Dennoch sollte man auch als Einsteiger darauf achten, welchen Widerstand man mit dem gewählten Rollentrainer einstellen kann.
Die Einstellung des Widerstands in mehreren Stufen ermöglicht ein angepasstes Training und auch Sprints können bei hohen Widerstandswerten gut durchgeführt werden.
Ein Rollentrainer ohne Widerstand eignet sich meist erstmal für das aufwärmen sowie lange Fahrten zur Steigerung der Grundlagenausdauer. Hier kann der Widerstand während des Trainings nur über die Geschwindigkeit erhöht werden, was sich wieder in der Lautstärkeentwicklung niederschlägt.

Online-Nutzung

Leistung und Datenaufnahme

Als fortgeschrittener Radsportler ist es super, wenn man die Leistung während des Trainings direkt mit aufnehmen kann. Dies macht es möglich das Training nach verschiedenen Parametern zu planen. Als Erstes bietet sich bei der Datenaufnahme die Wattzahl an, da diese eine gute Grundlage zur Trainingsplanung darstellen kann. Zusätzlich wird meist auch die Trittfrequenz mit aufgenommen, was es ermöglicht in schnellen ober langsamen Bereichen zu trainieren. Für den Einsteiger im Radsport oder Home-Training kann die Aufnahme von Daten aber auch sehr motivieren sein, da man die Fortschritte recht gut beobachten kann.

Wenn von einem smarten Rollentrainer die Rede ist, wird auch eine Datenaufnahme möglich sein. Die einfacheren und günstigen smarten Trainer haben dabei noch eine gewisse Ungenauigkeit der Daten. Insbesondere bei dem klassischen Rollentrainer, kommt es zu deutlichen Abweichungen durch Anpressdruck der Rolle, Luftdruck und Reifenbeschaffenheit. Die Freie Rolle hat hier dieselben Probleme, da auch Rolle und Reifendruck das Ergebnis verfälschen können. Die Besten Ergebnisse in punkto Genauigkeit bietet aktuell ein Trainer mit Direktantrieb, da die gesamte Unsicherheit durch das Laufrad ausgeschlossen werden kann. Generell kann man sagen, dass die High-End Trainer wirklich recht gute Genauigkeitswerte liefern können (>1% Abweichung).

In Verbindung mit einer App können die gemessenen Daten gegebenenfalls noch weiter analysiert werden. Als Beispiele seien hier Zwift, die Tacx Cycling App, Tacx Trainer Software und die Elite My E-Training genannt.

Realismus und Virtual Reality

Es gibt wenige Radfahrer, die auf dem Rollentrainer eine lange Ausdauerfahrt über mehrere Stunden aushalten, selbst wenn man sich mit Fernsehen ablenkt. Natürlich kann das Training zu Hause damit erstmal als eintönig betrachtet werden.

In diesem Punkt haben einige Hersteller mit Realismus und Virtual Reality den Stellenwert beim Training mit einem Rollentrainer deutlich erhöht. Denn heute ist es mit smarten Trainern möglich, über bestimmte Apps an Rennen in der Virtual Reality teilzunehmen. Dabei werden die Trainingsdaten übertragen (Watt, Trittfrequenz) und entsprechend in der Online-Simulation berücksichtigt. Man kann also bereits in der Community mitfahren oder eigene Fahrten durch die Virtual-Reality vornehmen. Bei einem Interaktiver Trainer ist es sogar möglich ein Feedback vom Trainer zu erhalten. Somit werden Bergfahrten in der Virtual-Reality dann wirklich auch in der realen Welt anstrengender über die automatisierte Einstellung des Widerstands vom Rollentrainer. Zudem ist bei manchen Trainern sogar eine Kopplung mit zusätzlichem Ventilator möglich, der zur Erzeugung von Fahrtwind je nach Geschwindigkeit im Rennen genutzt werden kann.
Ist dieser Punkt für einen wichtig, sollte man vermehrt nach interaktiven Rollentrainern schauen.

Preis-/Leistung

Der Preis eines Rollentrainers kann für viele der ausschlaggebende Faktor sein. Man nimmt sich einen bestimmten Betrag vor und sucht anschließend nach einem günstigen Trainer. Hier eine sehr (grobe) Kategorisierung, was man für welches Geld erwarten kann.

Auf Trainer unterhalb von etwa 100 Euro sollte man nicht zwingend eingehen, da diese meist entweder schlecht verarbeitet sind oder eine recht hohe Lautstärke haben (siehe auch die Relaxdays Rollentrainer). Gegebenenfalls kann man aber bei Vorjahresmodellen oder aktuellen Angeboten aus dem Einstiegsbereich Glück haben.
Der Einstiegsbereich für die analogen Trainer liegt in einem Bereich von 100 bis 250 Euro. Hier erhält man klassische Trainer bereits in wirklich guter Qualität.

Die ersten smarten Trainer beginnen ab etwa 250 Euro, erste Interaktive Trainer ab 300 Euro.
Geht man über die 400 Euro verbessern sich die einzelnen Modelle stetig. Dabei wird die Genauigkeit der gesendeten Daten höher und es sind höhere Widerstände einstellbar. Wer starken Wert auf die Lautstärke legt, ist zudem mit einem Direktantrieb Rollentrainer gut bedient.
High End Modelle sind preislich in Bereichen von über 1000 Euro angesiedelt. Hier bekommt man dann das Beste, was der Markt aktuell zu bieten hat. Dann kann neben dem Rollentrainer auch mal eine Mitgliedschaft bei einer Trainingsapp dabei sein.

Wie führt man einen Rollentrainer Test durch?

Hier soll kurz dargelegt werden, wie ein Rollentrainer Test auf dieser Website durchgeführt wird, um am Ende eine aussagekräftige Bewertung darlegen zu können.

Wie wir nicht testen

Natürlich kann man jeden Rollentrainer selbst live ansehen und testen. So gehen wir nicht vor, denn man sieht immer nur den Ausschnitt von dieser einen Nutzung und erhält eine sehr subjektive Meinung. Man berücksichtigt bei einem Rollentrainer Test wie diesem nicht die Meinung von vielen anderen Kunden und der sachliche Vergleich mit anderen Rollentrainern bleibt auf der Strecke.

Unser Vorgehen für die Produktbewertung

Wir teilen einen Rollentrainer Test in zwei Anteile auf: Die Sachliche Grundlage als Basis und die Nutzung des gesammelten Internetwissens.

Sachliche Grundlage als Basis

Wir sind der Ansicht, dass es deutlich sinnvoller ist, einen Rollentrainer Test auf Basis der sachlichen Kriterien durchzuführen. Wir nutzen daher für obengenannte Kategorien (Komfort, Leistung und Datenaufnahme, Realismus und Virtual Reality, Preis) die vorliegenden Daten aus dem Datenblatt des Herstellers. Diese Informationen gehen in unsere Berechnungsmatrix in Verbindung mit einem Punktesystem ein. Am Ende gibt es durch diesen sachlichen Rollentrainer Test eine Punktzahl pro Kategorie und eine Gesamtpunktzahl. Diese stellt die Basis zur Bewertung des Rollentrainers dar.

Das Internetwissen nutzen

Zusätzlich gehen auch die vorliegenden Testergebnisse anderer Kunden, niedergeschriebene Rezensionen und Expertenmeinungen in die einzelnen Produktdarstellungen auf dieser Seite ein. All diese Informationen finden sich im Internet über die verschiedensten Quellen: Foren zum Thema Rennrad oder Fahrrad allgemein, Produktrezensionen von Kunden über verschiedenste Verkaufsportale, Bewertungen durch Experten wie Rennradprofis. Wir sammeln diese Informationen und bereiten sie auf. Man findet sie bei einem Rollentrainer Test dann unter Vorteilen und Nachteilen.